Der Siegelring von heute ist ein kryptografischer Schlüssel in der Hand, etwa ein YubiKey. Was damit unterschrieben ist, kann der Empfänger nachrechnen: von wem die E-Mail kommt, und dass unterwegs niemand ein Wort geändert hat.
Anhänge einzeln signiertJedes PDF mit eigener Signaturseite.
Verschlüsseltes ArchivDer Server kennt nur den öffentlichen Schlüssel.
Anmelden per SignaturDieselbe Zeremonie ist ein OpenID-Connect-Login: Registrierung mit ID Austria statt Passwort (qes-oidc, Open Source).
Der Signaturblock: auch ausgedruckt noch prüfbar
Eine herkömmliche PDF-Signatur, auch die von ID Austria, lebt in den Bytes der Datei. Auf Papier ist sie weg: man sieht weder, dass unterschrieben wurde, noch was. Emailwerk druckt darum den unterschriebenen Inhalt selbst als Codes auf die Signaturseite.
Aztec ISO/IEC 24778trägt den Inhalt. Byte-genau, 5 % Fehlerkorrektur, ohne Ruhezone — die Kacheln packen randlos ins Prüfcode-Raster.QR ISO/IEC 18004trägt das Signaturzertifikat (X.509) als Prüflink im URL-Fragment — jede Handykamera öffnet ihn, das Fragment verlässt das Gerät nie.Beide Codes oben sind mit der Produktionsbibliothek erzeugt, mit einem Beispiel-Datensatz statt eines echten Schreibens.
Ein Datensatz, viele KachelnDer Prüfdatensatz (komprimiertes CBOR, RFC 8949) wird in Teile zu höchstens 500 Byte geschnitten; jeder Teil trägt eine Kopfzeile mit Index und Gesamtzahl und wird eine eigene Aztec-Kachel. Der Prüfer scannt in beliebiger Reihenfolge und setzt zusammen.
KapazitätEin gewöhnliches Schreiben ergibt ein bis zwei Kacheln. Ein echtes neunseitiges Steuerformular ergab rund vierzig — läuft das Raster über, wandern weitere Kacheln auf Fortsetzungsseiten. Eine harte Grenze gibt es dadurch nicht.
Anhänge, einzeln versiegeltJedes angehakte PDF durchläuft die volle Kette selbst: Signatur über Text und Datei-Prüfsumme, eigener Datensatz, eigene Blockseite, eigene qualifizierte Signatur. Das Schreiben trägt ein Anlagenverzeichnis mit dem SHA-256 jeder Datei — Anhang und Brief sind aneinander gekettet, und die Anhänge werden vor der E-Mail signiert, damit ihr Verzeichnis die fertigen Prüfsummen versiegelt.
Die Codes tragen, was unterschrieben wurde — nicht nur, dass. Ein Scan zeigt den Text, vergleicht die Prüfsummen und verkettet das Zertifikat bis zur A-Trust-Wurzel. Das funktioniert auf dem PDF wie auf dem Ausdruck, ohne dem Prüfserver vertrauen zu müssen.
Darunter ein vollständiger Mail-Motor
Auch der Alltag ohne Signatur läuft darüber: Bestätigungen, Codes, Benachrichtigungen.
Selbst gehostet und mandantenfähig. Nachrichten und Schlüssel bleiben auf der eigenen Infrastruktur.
Open Source
Bausteine der Signaturkette, offen auf GitHub.
qes-oidcID-Austria-QES-Login und ein minimaler OpenID-Connect-Provider: die Signatur-Zeremonie als Anmeldung.
age-plugin-piv25519age-Verschlüsselung an einen YubiKey-PIV-Schlüssel gebunden — derselbe Schlüssel in der Hand, fürs Archiv.